Weimar.


Zu Prossdas speziellen Projekten zählt auch die Wieder- derentdeckung des Pedal-Flügels, eines noch im 17. und 18.Jahrhundert sehr gebräuchlichen, aber heute kaum noch gespielten Instruments, 

Zur Zeit ist Prossda einer der wenigen, wenn nicht der einzige Konzert-Pianist, der Konzerte für Pedalflügel und Recitals in öffentlichen Konzerten weltweit spielt.

In seinem Pedalflügel-Repertoire finden sich zahlreiche kaum noch bekannte Originalkompositionen von Bach, Mozart, Schumann, Liszt,  Boely, Alkan und Gounod, aber inzwischen auch Neukompositionen von Luca Lombardi und Ennio Morricone.

Im September 2011 brachte er das Konzert für Pedalflügel und Orchester von Charles Gounod (1889) zur italienischen Erstaufführung, ein Konzert, das, soweit bekannt, nach einer ersten Aufführung im Entstehungsjahr in Frankreich, nicht mehr aufgeführt wurde, und das Prosseda wiederentdeckt hat.

Prossedas Pedalflügel-Debut in Deutschland fand mit der deutschen Erstaufführung des Gounod-Konzerts 2012 in der Berliner Philharmonie statt.
Seither sind weitere internationale Erstauafführungen gefolgt.

Zu
Gounods 200. Geburtstag 2018, ist eine weitere, längere Konzertserie mit Gounods Kompositionen geplant.

2014 erschien bei Hyperion eine CD  mit Prossedas Einspielung aller Werke von Gounod für Pedalflügel und Orchester sowie bei Contempoars Italy eine DVD mit Solowerken für Pedalflügel von Schumann, Boely, Gounod und Alkan.

Im  Rahmen seines Projektes plant Prosseda eine ganze Reihe weiterer Original-Kompositionen für Pedalflügel und Orchester
zuführen. Unter anderem Mozarts Klavierkonzert KV 466, das laut Prosseda vorliegenden Briefen und Dokumenten wohl ursprünglich für Pedalflügel konzipiert war.

Moderner Pedalflügel






Neben einigen historischen Instrumenten, gab es längere Zeit in Europa nur einen modernen Pedalflügel, den Doppio Borgato, dessen Transport aber  schwierig und der nicht immer verfügbar war.

Daher hat Prosseda den bekannten italienischen Orgelbauer Pinchi (www.pinchi.com) beauftragt, für ihn eine spezielle Pedal-Einheit mit einem erweiterten Leistungsumfang ein- schließ lich der 16’-, der 8’- und 4’- Register zu entwickeln.

Resultat war das von Prosseda genutzte  Pinchi Pedalflügel - System, mittels dessen zwei Konzertflügel zu einem Pedalflügel verbunden werden können.
So bietet sich überall dort, wo zwei Konzertflügel vorhanden sind, die Möglichkeit, einen Pedalflügel zur Verfügung zu stellen.

Mit einem Gewicht von 60 kg und geringen Abmessungen - es passt in einen PKW und kann von zwei Personen getragen werden - ist es ohne große Probleme zu transportieren.
lügel

 Aufbau und Handhabung

Dafür werden die 3 Beine eines zweiten Flügels demontiert und durch 3 kürzere des Pinchi-Systems ersetzt. Der so auf eine geringere Höhe gebrachte zweite Flügel wird dann unter den ersten Flügel plaziert.
Das Pedalsystem wird dann extern mit der Tastatur des unteren Flügels verbunden und steuert die Sustain-Pedale beider Flügel.

Alle Veränderungen sind rein äußerlich. Es findet kein Zugriff auf das Innere beider Flügel statt, so dass die Modifikation ohne jedes Risiko für die Qualität der Flügel ist.

Für den Aufbau auf der Bühne wird weniger als 1 Stunde benötigt.