Wo liegt der Unterschied zwischen musikalischer Reproduktion und Interpretation?
Wie kann man Phrasierung und Ausdruck eines klassischen Musikwerks ändern und doch die Ideen des Komponisten respektieren?
Oft wird darüber gestritten, ob und wie ein Interpret seine eigene kreative Auffassung eines Werkes in die Wiedergabe einer Partitur einbringen kann.
Dieses ungewöhnliche Konzertformat soll herausfordern und anregen: es will dem Publikum neue Anreize für ein bewußtes, kritisches und aktiv teilnehmendes Hören geben.

Ein menschlicher Pianist, Roberto Prosseda und
TeoTronico, ein mit 53 elektronisch gesteuerten Fingern ausgestatteter, sprechender Robot-Pianist, spielen das selbe Stück.
Der Roboter reproduziert automatisch den Notentext der Partitur, während Roberto Prosseda das hinzufügt, was wir "Interpretation" nennen. So kann das Publikum unmittelbar hören, wie unterschiedlich eine Komposition klingen kann, je nachdem wie und vom wem sie gespielt wird.

Um die Zuhörer zu weiterem Nachdenken über Musik anzuregen, folgt ein Gespräch zwischen Roberto Prosseda und TeoTronico über ihre jeweiligen Darbietungen, in der sie miteinander debattieren und die Leistung des jeweils Anderen kommentieren und kritisieren.

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Es gibt 2 Programm-Formate:

Das Duo-Programm Teotronico & Prosseda  besteht aus drei Teilen.
Im ersten Teil  spielen Roberto Prosseda und der Roboter abwechselnd eine Auswahl aus beliebten Werken von bekannten Komponisten.
Der Roboter folgt  exakt  der elektronisch
vorgegebenen Partitur, und anschließend interpretiert Prosseda das selbe Stück mit "menschlichem" Ausdruck,
um so den Unterschied zwischen einer bloßen Reproduktion und einer echten Interpretation deutlich zu machen.

Im zweiten spielt
TeoTronico  auf Walzenklavier-Rollen gespeicherte Konzertmitschnitte von Rachmaninoff, Busoni und Hoffman.
Anschließend sprechen Prosseda und TeoTronico anhand  dieser selten zu hörenden Aufnahmen, die wesentlich zur Tradition der Klavier-Interpretation
der letzten 100 Jahre beigetragen haben,
über die Geschichte der Klavier-Interpretation.

Im
dritten Teil spielt der Roboter-Pianist Original-Kompositionen für das elektrische (Walzen-) Klavier, z.B. die Etude für Pianola
von Stravinsky
und zwei Studien von Conlon Nancarrow, der als einer der ersten Komponisten die Möglichkeiten des elektrischen
Klaviers erkannte.

Im  Familien-Programm Teotronico, Prosseda & Symphonisches Ochester
Prosseda und Teotronico spielen Werke f. Klavier und Orchester, wobei Prosseda als "Ghost Pianist" backstage das Werk interpretiert und fungiert als "remote controle" von Teotronico, so daß der auf der Bühne in Echtzeit Prossedas Spiel in allen Nuancen 'spiegelt'.
Zwischen den Stücken und zum Abschluß diskutiert Teotronico mit Prosseda und dem Dirigenten, weil er deren Interpretation nicht werkgetreu und als zu 'menschlich' findet.


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