Günter A. Buchwald gehört zu den Pionieren der internationalen Stummfilm-Renaissance und gilt als Meister dieses Genres.

Seit 1978 hat er weltweit über 2900 Filmkonzerte gespielt, in denen er Stummfilme entweder als Solist auf Klavier, Orgel und Geige, mit der von ihm gegründeten Silent Movie Music Company oder mit Kammermusikensembles und  Symphonieorchestern.
Er tritt regelmäßig bei den Berliner Filmfestspielen auf spielt bei internationalen  Festivals (Bonn, Bristol, Pordenone, Zürich, Nottingham New York, Seattle, Tokyo, Kyoto, Belgrad, Rom u.a.)

Sein Repertoire von mehr als 2600 Filmmusiken umfaßt neben allen großen Stummfilmklassikern von Murnau, Lang, Lubitsch und Pabst über Sergej Eisenstein zu René Clair, Buster Keaton und Chalie Chaplin auch viele Klassiker des japanischen Stummfilms und basiert ebenso auf seiner szenengenauen Kenntnis fast aller Filme und einer ganzen Reihe eigener Kompositionen wie auf seinem vielseitigen und stilsicheren Improvisationstalent.
Dabei reizt ihn immer noch die ‘echte’ Solo-Improvisation auf Geige, Klavier oder Orgel, da er sich fast immer auf seine szenengenaue Kenntnis der meisten der zur Zeit noch aufgeführten Stummfilme verlassen kann.

Die von ihm dirigierten ”Freiburger Filmharmoniker” und insbesondere sein Quartett ”Silent Movie Music Company” zählen heute zu den international renommiertesten Ensembles für Stummfilm-Musik.

Seit einigen Jahren arbeitet er auch als Dirigent sowohl mit Orchestern (Philharmonisches Orchester Freiburg, Bristol Ensemble, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra,   Basler und Zuger Sinfonietta, Filarmonica Banatul Timisoara ) als auch mit Kammermusikensembles, u.a. für ”Der Golem” mit Giora Feidman und dem Arditti String Quartet.

Er dirigierte mehrfach Chaplins ”CITY LIGHTS” und ”THE CIRCUS” mit der Zuger Sinfonietta.
Das Philharmonische Orchester Freiburg, dessen ständiger Gastdirigent für Stummfilmauffügrungen er ist,  führte 1998 unter seiner Leitung eine rekonstruierte Original-Musik zu ”PANZERKREUZER POTEMKIN” auf

Seine Stummfilmprojekte mit international renommierten Musikern z.B mit dem Jazzgitarristen Philippe Cathérine oder der Bratschistin Martha Moog, New York finden große Beachtung.

1997 schrieb er seine erste Original- Stummfilmkomposition für den japanischen Stummfilm ”Das Mädchen Sumiko”, mit der er das 10.Internationale Tokyo Filmfestival eröffnete.
Für Murnaus ”FAUST” komponierte er eine Musik für Chor und Instrumentalquartett, die mit großem Erfolg 1999 in Tokyo uraufgeführt wurde und eine symphonische Musik für "Nosferatu", 2015 mit den Freiburger Philharmonikern uraufgeführt.
Seine Kompositionen für ”Paris qui dort”, ”A Propos de Nice” und ”Großstadtzigeuner” wurden im Rahmen des RomaEuropa-Festivals 2002 Musica XXI in Rom uraufgeführt.

Er ist Preisträger des Prix Européens und des Int. Zeltmusikfestivals Freiburg (2000) und Lehrbeauftragter für Musikpädagogik an der Musikhochschule Freiburg und Gastdozent für Filmmusik an den Universitäten Zürich und Freiburg.