Das Trio in der ungewöhnlichen Besetzung klassisches Akkordeon, Cymbalum (Hackbrett) und Kontrabaß kam erstmalig im Herbst 2000 anläßlich eines CD-Projektes von Gilles Apap (siehe mikrolink "Gilles Apap) zusammen, der einige der bekanntesten Standardwerke für Geige und Klavier in einer völlig anderen Instrumentierung aufnehmen wollte. Daraus entstand unter Mitwirkung weiterer Solisten die CD „No piano on that one“ (auf Anhieb mit dem begehrten Prix „CHOC“ der „Le Monde de la Musique“ ausgezeichnet).

Im Jahr 2002 folgte die Einspielung mit Apaps spezieller Bearbeitung von Vivaldis „Die Vier Jahreszeiten“ kombiniert mit traditioneller Musik. (Ebenfalls mit dem "Prix Choc" ausgezeichnet).

Eine neue Einspielung mit Werken von de Falla, Mozart, Ravel undn Saint-Saëns erschien Ende 2008.

Die spezielle Zusammensetzung der Instrumente erlaubt Gilles Apap und den „Colors of Invention“, die verschiedensten musikalischen Genres aufzugreifen. Zwar liegen Wurzeln und Schwerpunkt ihrer Musik durchweg im klassischen Bereich, doch ermöglichen der „Folklore“-Charakter von Akkordeon und Cymbalum und die enorme musikalische Flexiblität des Kontrabassisten eine umfangreiche stilistische Bandbreite von American Blue Grass und Old-Timey Musik über Gypsy und Klezmer bis zu den Jigs und Reels der irischen Fiddel und sogar traditioneller und klassischer indischer Musik.

Die junge französische Akkordeonistin Myriam Lafargue, Schülerin des berühmten Akkordeon-Pädagogen Jacques Mornet, hat für ihr Spiel sowohl im Bereich der klassischen als auch der traditionellen Musik zahlreiche nationale und internationale Preise und Auszeichnungen erhalten und in ganz Osteuropa und Frankreich Konzerte gegeben. Sie hat eine Solo-CD eingespielt und an vielen Aufnahmen anderer Solisten und Orchester mitgewirkt (u.a. „Homage à Piazzolla“).
Seit 2010 unterrichtet sie als professor für klassisches Akkoerdeon an der Hochschule f. Musik in Bordeaux.

Der aus der Slovakei stammende Ludovite Kovac ist als einer der besten europäischen Cymbalumspieler weltweit gefragt. Nach einer klassischen Ausbildung am Bela Bartok Konservatorium in Budapest konzertierte er sehr bald mit großen Orchestern (u.a. Berliner Symphoniker) und wurde vom begeisterten Yehudi Menuhin gefördert. Er ist - weit über das traditionell folkloristische Repertoire seines Instruments hinaus - in allen musikalischen Bereichen zuhause. Er spielt Chopin und Liszt, widmet sich mit Begeisterung der Interpretation zeitgenössischer Musik und zögert nicht, sein Instrument auch mit der Welt des Jazz zu konfrontieren.

Der Kontrabassist Philippe Noharet begann seine Solokarriere als Teenager und gewann als Dreizehnjähriger seinen ersten Preis, dem weitere Auszeichnungen während des Studiums folgten. Als Siebzehnjähriger spielte er unter Gardiner und Nagano und ist heute Solist mehrerer Kammermusikformationen und des Orchesters der Pariser Oper. Virtuosität und musikalische Aufgeschlossenheit ermöglichen auch ihm eine große stilistische Bandbreite. So steht er mit Michel Legrand für ein Jazzkonzert auf der Bühne, geht auf Tournee mit Ute Lemper oder arbeitet im Studio mit bekannten Künstlern von Aznavour bis Zazie.