Babel Orkestra - Multimedia-Performance
Die Sprachen und Dialekte der Welt als weltumspannendes Orchester unseres Planeten
UA: 2012 / Montréal, Kanada

Aus einer einzigartigen phonographischen Sammlung von 1800 Sprachen und Dialekten, die er in 15 Jahren zusammengetrargen hat, hat Lemêtre Babel Orkestra kompioniert.
Ein phonetisches Sprach-Poem, das unseren Planeten von Nord nach Süd,  von Ost nach West umkreist, durch alle noch gesprochenen lebenden und toten Sprachen wandert, auch die ‚armen’ und die ‚grünen’ Sprachen miteinbezieht, ebenso wie universelle Kunst-Sprachen und die regional eng begrenzten Idiome der Naturvölker.
DieRiese ins Herz der Sprachen beginnt am Anfang - beim ersten Atemhauch, der Geburt des ersten Tons, eines Wortes, der ersten Schreie -  und endet bei den modernen, erst in jüngster Zeit entstandenen, ja selbst auch erfundenen oder imaginären Sprachen.

Der kreative Prozeß basiert auf der Idee, vom unendlich Kleinen zum Großen zu gelangen und arbeitet mit Geräuschen und Tönen des Lebens mit dem Text der Genesis über den Turm von Babel, mit den verschiedenen Stimm- und Sprechtechniken der Völker, mit sehr seltenen oder auch verschwundenen Sprachen.
Gleich den Farben verschiedener Instrumente eines Orchesters verbinden und ergänzen sich die Sprachklänge zu einer musikalischen und rhythmischen Komposition ergänzt durch Video und Licht-Installationen.


Berlin - Die Sinfonie der Großstadt - Stummfilmkonzert: Musik- und Ton-Collagen LIVE improvisiert

Augen und Ohren der Menschen von heute, gerichtet auf Bilder von damals...
Das heißt, "alte Bilder" interpretiert und ergänzt mit Klängen, auch nicht-europäischen von heute, live gespielt mit einer Auswahl aus Lemetres Fundus von mehr als 3000 Instrumenten, in aller Welt zusammengetragene ebenso wie selber gebaute, die gleichzeitig als eine live improvisierte Geräuschkulisse benutzt werden.

Die reizvollen Stichworte dazu sind: Theatermusik als Film-Musik, selten zu sehende und zu hörende Instrumente, deren nicht nur klanglicher, sondern auch optischer Reiz neben den Filmbildern steht; Instrumente aus anderen Kulturen, die jetzt zur deutschen Musiklandschaft gehören, die es aber  zur Entstehungszeit des Film in Deutschland nicht gab, türkische, afrikanische, asiatische. Instrumente und solche aus dem Nahen und Mittleren Orient.
           


Moondog - Hommage an den blinden Musiker & Komponisten Louis Thomas Hardin
mit zwei Musikern, die zuletzt mit ihm auftraten:  Dominique Ponty, pia * Stefan Lakatos, perc *  u.a.

Leben und Werk von Moondog, 1916 als Louis Thomas Hardin in Kansas geboren und 1999 in Münster gestorben, sind so außergewöhnlich wie sein Auftreten:
Jahrzehntelang stand der 'Wikinger of Manhattan' - lange Haare und Rauschebart, mit Umhang, Sandalen und gehörntem Helm, in der Hand seinen Speer- in New York an der Ecke 6th Avenue/54.Strasse, schlug eine Handtrommel, spielte eine von ihm erfundene Zither, verkaufte Gedichte und wurde zur Sehenswürdigkeit. Das Hilton-Hotel soll seine Adresse in Werbeannoncen mit "gegenüber von Moondog" angegeben haben.
1974 verschwand Moondog aus den USA, tauchte als Straßenmusiker in Hamburg, Hannover und Recklinghausen wieder auf , fand in Oer-Erkenschwiek, später in Münster, ein musikalisches Zuhause und machte mit Plattenaufnahmen und Radio- und Festival-Auftritten eine späte Karriere.
Auf den ersten Blick konnte man ihn für einen Spinner oder Bettler halten, aber der Obdachlose war ein Musiker, Komponist, Dichter und Philosoph, der Bach Kompositionsfehler nachwies, mit Toscanini, Strawinsky und Leonard Bernstein, den New Yorker Philharmonikern und Charlie Parker verkehrte, für den er sein bekanntestes Song „Bird’s Lament“ schrieb. Charlie Mingus und Allan Ginsberg traten mit ihm auf.  Für Paul Simon war er eine Ikone, Janis Joplin sang seine Songs, Philip Glass und Steve Reich sahen in ihm ihren "Leitwolf".


Musik der 5 Kontinente Voyage Visuel Musical autour du monde

Gesprächskonzert mit einer individuellen Auswahl von Originalinstrumenten aus Europa, Afrika, Asien und Australien und Eigenkonstruktionen
Konzert und Kurz-Seminar in einem:
Lemêtre gibt ein improvisiertes Konzert, in dem er seltene, teils unbekannte oder auch nur noch in einigen Exemplaren erhaltene
traditionelle  Instrumente erklärt und spielt.
Das Ziel dabei ist nicht, „Volksmusiken“ originalgetreu vorzuführen, sondern über den Klangcharakter der Instrumente etwas vom Wesenskern eines Kulturkreises zu vermitteln, dem Fühlen und Denken der Menschen näher zu kommen, die sie gebaut und benutzt haben.
Von beseonderem Reiz ist dabei auch das "Konzert nach dem Konzert", in dem Besucher die Instrumente selber spielen können und sich nicht selten eine spontan improvisiertes gemeinsames Musizieren ergibt.